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Europa mit dem Zug!

Luxemburg (Luxemburg):

Mein Zug-Abenteuer beginnt. Ich hatte ein bisschen Angst, dass ich das mit Umsteigen nicht so gut hinkriege oder mich verlaufe oder, oder, oder... Doch zum Glück habe ich alles gut hingekriegt. Nun bin ich schon in Luxemburg. Das Wetter ist irgendwie nicht so toll, es ist sehr kalt und neblig. Wir haben eben Januar... Meiner guten Laune konnte das schlechte Wetter nichts anhaben. Ich bin froh, hier zu sein und will alles sehen. Die Stadt ist schön, grün – und hügelig. Die ganze Zeit geht es rauf und runter, rauf und runter, sodass ich sogar etwas Muskelkater verspüre. Als kleine Erholung von einem langen, schönen Spaziergang ging ich ins “Mudam - Museum für moderne Kunst”. War das ein Abenteuer, bis ich das Museum gefunden hatte! Auf und ab, auf und ab, dann mit einem riesigen Aufzug hinauf, weiter hoch mit einem Seilbahn-Bus und oben endlich, versteckt hinter der Philharmonie, das Museumsgebäude. Ein wirklich sehr schönes Gebäude mit hohen Glasdecken. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 8 Euro. Ich habe die Ausstellung “David Wojnarowicz - History keep me awake at night” gesehen. Wojnarowicz war ein US-amerikanischer Künstler, Fotograf und Autor. Geboren 1954, wurde er in den 70er Jahren, insbesondere aber in den Achtzigern als Künstler in der New Yorker Kulturszene bekannt. Er schrieb mehrere Bücher und drehte Filme als Regisseur. In den 1980er Jahren lernte er Peter Hujar kennen und begann unter seinem Einfluss mit visueller Kunst. 1992, mit nur 38 Jahren, starb er an den Folgen von AIDS. Seine Bilder sind für meinen Geschmack gewöhnungsbedürftig, aber sie haben was. Das Museumscafé ist schön und ruhig, ein guter Platz für etwas Erholung.

Straßburg (Frankreich):

Mein Tag begann mit einem leckeren luxemburgischen Frühstück. Was dann folgte, war ein kleines Abenteuer. Einige Zuggesellschaften streikten an dem Tag, auch meine Zugverbindung war davon betroffen. Ich machte mir etwas Gedanken, ob man wohl mein Englisch verstehen würde. Überraschenderweise bekam ich aber keine Panik, sondern blieb ganz ruhig, ging zur Information und suchte mir einen neuen Zug heraus. Man hat mich dort verstanden, das war klasse. Mit etwas Verspätung kam ich doch noch in Straßburg an. Die Stadt gefiel mir nicht so richtig gut, sie kam mir ein bisschen steif vor. Eine lustige Geschichte habe ich aber doch zu erzählen. Es war Kaffeezeit und ich dachte mir, “Fatime, erfüllst du jetzt bitte das Klischee und isst ein Croissant”. Ich ging in ein kleines Café und wählte ein Croissant mit Pommes-Füllung aus. Ich dachte, ah, wie schön! Ein mit Kartoffeln gefülltes Teigtäschchen. Lecker, lecker! Etwas Ähnliches hatte ich schon mal in Moskau gegessen. Ich biss also rein und – schmeckte eine Apfel-Füllung. Ich wusste nicht, dass Apfel auf Französisch Pommes heißt. Ich muss lachen, wenn ich an diese Geschichte denke.

Bern (Schweiz):

Der Weg von Straßburg nach Bern war sehr angenehm, aber nur so lange, bis die Zollkontrolle kam. Mehrere Passagiere wurden kontrolliert. Wahrscheinlich gehört es dazu, trotzdem war die Atmosphäre im Zug sehr ernst und angespannt. Doch zum Glück ist alles gut gelaufen und ich bin gut in Bern angekommen, auch dieses Mal hatte alles geklappt mit dem Umsteigen. Die Stadt ist sehr schön, und auch das Wetter spielte mit. Die Sonne schien und wärmte meine kalte Nase und mein Gesicht. Die Stadt hat einen kleinen Fluss und viele grüne Ecken. Doch wenn man den Kopf reckt und nach oben schaut, sieht man nur noch schneebedeckte Berge. Das ist ein sehr schöner Moment. Die kleine putzige Stadt hat viel zu bieten, vor allem für jene, die gern Stadtreisen machen. Es gibt dort zum Beispiel den Bärenpark. Da der Bär das Wappentier der Stadt ist, begegnet man ihm überall. 1480 beschlossen die Berner, in den Stadtgräben echte Bären anzusiedeln. Heute haben die Bären ein 6000 Quadratmeter großes Areal, nur ca. 15 bis 20 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Ich habe den Bärenpark besucht, doch leider konnte ich keinen einzigen entdecken, denn im Januar halten sie Winterschlaf. Die Natur zu genießen war trotzdem schön, auch ohne Bären. In der Stadt kann man sich zum Beispiel noch den Zeitglockenturm anschauen, etwa 10 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof entfernt. Die Zeitglocke – Zytglogge – wurde 1256 gebaut. Und dann sind da noch viele, viele kleine nette Läden, putzige Cafés und Konditoreien mit köstlichen Kuchen. Auf jeden Fall einen Besuch wert!

Brig (Schweiz):

Brig ist klein, aber fein, wie Bern. Einen Unterschied gibt es: In Bern erlebt man die Berge aus weiter Entfernung, in Brig sind sie ganz nah, und Schnee gab es auch. Es war wirklich beeindruckend.

Mailand (Italien):

Nach dem kurzen Besuch in Brig ging es weiter nach Mailand. Im Zug hatten wir wieder eine Polizeikontrolle, plötzlich war der Zoll mit Hunden da. An einem Ende des Zuges wurde es etwas lauter, ich glaube, ein Mann wurde festgenommen. Es war spannend zu erleben, wie alle – außer einem älteren Italiener, der das Geschehen kommentierte – in dem Zug leise wurden und die Luft nahezu gefror. Nach der Kontrolle ging es weiter, alles belebte sich wieder, und nach etwa zwei Stunden Zugfahrt war ich in Mailand. Ich brauchte fast 20 Minuten, bis ich den Ausgang des Hauptbahnhofs gefunden hatte. Ich muss lachen, wenn ich daran denke, wie verloren ich mich in diesem riesigen Gebäude fühlte. Mailand ist eine laute und sehr schnelle Metropole mit viele Gegensätzen, wie alte Kunst und moderne Kunst, Reichtum und Armut. Ich verbrachte mehrere Tage in der Stadt und besuchte beispielsweise den "Duomo Santa Maria Nascente". Er öffnet um 8 Uhr, und der Eintritt für Erwachsene kostet nur 3 Euro. Es ist ein sehr einfacher und sehr schöner Dom. Er gehört zu den größten Gotteshäusern der Welt: 158 Meter lang, 66 Meter breit, 56 Meter hoch. Die Domspitze ist 108,5 Meter hoch. Ich habe auch das "Castello Sforzesco" besucht. Das ehemalige Schloss wurde ab 1450 von Francesco I. Sforza im Barockstil erbaut. Das Schloss ist heute ein Platz für mehrere Museen, darunter das Archäologische Museum. Das Gelände kann kostenfrei besucht werden. Hinter dem Castello Sforzesco liegt Mailands schönster Park, der "Parco Sempione", ein wirklich guter Ort für eine kleine Erholung vom Großstadtdschungel. Hier kann man viele Skulpturen bewundern, zum Beispiel die von Napoleon, und es gibt einen kleinen hübschen See mit einer kleinen Brücke und frechen Enten. In diesem Park ist auch das "Triennale Design Museum". Der Eintritt kostet 10 Euro für Erwachsene. Einen Audioguide gibt es kostenfrei auf Englisch oder Italienisch. Zu sehen sind italienische Designermöbel, Wohnaccessoires und Kleidung von den 1920er- bis in die 80er-Jahre. Die Ausstellung wird ständig erweitert. Im Haus gibt es außerdem ein Design-Café mit gutem Espresso und einen Buchladen. Nach dem Trienalle blieb ich noch eine Weile in dem Park und besuchte die "Arco della Pace". Das ist ein Triumphbogen zur Erinnerung an den Europäischen Frieden von 1815. Nach einem leckeren Mittagessen (Pasta und Tiramisu) besuchte ich noch die "Galleria Vittorio Emanuele II". Der Name der Galerie ist der des ersten Königs des befreiten Italiens. Der Eingang ist eine Stahl-Glas-Konstruktion aus den Jahren 1865 bis 1867. Die Länge diese Passage bis zur Piazza della Scala, wo der Dom steht, beträgt 196 Meter. Wer den Kopf in den Nacken legt, sieht die Glaskuppel in 47 Metern Höhe. Der Fußboden zeigt das Wappen der Savoyer, vier Städtesymbole. Es gibt Luxusgeschäfte wie Prada, Gucci und Co. Ich aß immer im gleichen Restaurant und unterhielt mich oft mit dem Kellner. Er war Mitte vierzig, sehr nett und fröhlich. Er erzählte mir, dass er aus Venedig kommt und Mailand sehr teuer findet, und ein bisschen „schauspielerisch“. Mailand möchte wohl andere Großmetropole kopieren, wie New York, meinte er. Die Mieten sind teuer und um hier zu leben, braucht man einen guten Job. Es war interessant, die Meinung eines Einheimischen zu hören.

Venedig (Italien):

Erst einmal alles alles Gute, Liebe, Glück und Gesundheit für meine Mama zum Geburtstag! Mama, ich bin nicht immer eine vorbildliche Tochter, vielleicht nerve ich oft oder es muss nach meinem Kopf gehen, und wahrscheinlich zeige ich es auch nicht so oft, aber ich liebe dich und ich bin froh, dass du meine Mama bist.

Nach Mailand, eine Stadt, die immer in Bewegung ist, ging ich nach Venedig. Dort habe ich eine richtig leckere Brioche gegessen. Sie hatte eine Schokolade-Pistazien- Füllung. Grandios! Die Straßen in Venedig sind klein und romantisch. Die Masken, die man in den Straßen kaufen kann, mit ihren bunten Farben und all dem Glitzer, sind irgendwie total zauberhaft. Wer ein bisschen Romantik mag und gerne träumt, für den ist Venedig der ideale Ort.

Villach (Österreich):

Villach ist eine Stadt an der Drau im österreichischen Bundesland Kärnten. Die Stadt gilt als Tor zu den Villacher Alpen. Wieder einmal wunderschöne Berge. Es ist die siebtgrößte Stadt Österreichs. Im Zentrum gibt es viele schöne Plätze, zum Beispiel das Rathaus, wo gerade eine Eislaufbahn installiert war, mit wunderschönen Lichterketten. Im Zentrum findet sich auch das Haus, in dem der Arzt und Philosoph Paracelsus eine Zeitlang gewohnt hat. Es gibt einige kleinere und größere Kirchen zu sehen, wie die St.-Nikolai-Kirche auf dem Hauptplatz. Für Bücherwürmer bietet die Stadt drei Monate lang (von Dezember bis Februar) zahlreiche Leseveranstaltungen. Es gibt Lesungen für Erwachsene und auch für Kinder gibt es hier vieles, zum Beispiel eine Entdeckungsreise. Echt schöne Ideen!

Wien (Österreich):

Wien ist die Hauptstadt der Republik Österreich. Mit rund 1,9 Millionen Einwohnern ist das an der Donau gelegene Wien die bevölkerungsreichste Großstadt Österreichs, die zweitgrößte im deutschen Sprachraum sowie die sechstgrößte Stadt der Europäischen Union. In Wien findet man alles, was man sich nur wünschen kann, von Museen aller Kulturen bis hin zu sehr spannenden Orten. Meine Empfehlung ist auf jedem Fall der Stephansdom und das Sissi-Schloss.

Ljubljana (Slowenien):

Ich verbrachte einige Zeit in der Stadt, in der eines meiner Lieblingsbücher spielt,  „Veronika beschließt zu sterben“ von Paulo Coelho. Der Name Ljubljana trägt das Wort “Ljuba” in sich, es bedeutet “Liebste”, und es passt einfach zu dieser bezaubernden Stadt. Mein erster Weg führte mich zur Drachenbrücke. Der Drache ist Ljubljanas Wappentier und auf der Brücke befinden sich tatsächlich vier hübsche Riesendrachen. Nach dem Brückenbesuch ging ich zum "Dom Sv. Nikolaj". Seit dem 13. Jahrhundert steht diese romantische Kirche am Ufer der Ljubjanica, als Schutzpatronin der Fischer und Schiffsleute. Während meines Besuchs durften leider keine Touristen in die Kirche. Anschließend spazierte ich zur "Ljubljanski Grad" – die Burg von Ljubljana. Sie liegt ca. 10 Minuten Fußweg bergauf vom Dom entfernt. Die Burg stammt aus dem 12. Jahrhundert. Hier waren einmal Attila, der Hunnenkönig oder eben Napoleon „zu Besuch“. Die Geschichte der Burg kann man im Virtualraum (“Virtuali muzej”) in einem spannenden 12-Minuten-Film auf Deutsch erleben. Früher fungierte die Burg auch als Stadtgefängnis, einige der Zellen sind einen Besuch wert. Der Eintritt kostet 10 Euro, dafür darf man alle Ausstellungen und Räume besuchen. Der Panoramablick vom Aussichtturm ist wirklich wunderbar. Ich habe auch die "Moderna Galerija" – „Galerie der Moderne” besucht. Der Eintritt kostet 5 Euro für Erwachsene. Der Bau ist von 1948. Gezeigt werden verschiedene Ausstellungen slowenischer Künstler. Die Dauerausstellung präsentiert über 1300 Gemälde und rund 500 Skulpturen. Während meines Besuchs lief gerade eine Sonderausstellung mit dem Titel "Dead&Alive". Eine sehr nachdenklich stimmende Ausstellung... Danach war meine Laune ein bisschen im Keller. Ich ließ mich aber nicht lange hängen und ging Mittagessen, in einem kleinen Lokal hinter dem Samstagsmarkt. Ich aß eine typische Suppe mit Sauerkraut und Bohnen, und als Nachtisch eine "Gibanica", ein Pfannkuchen mit Schokolade und Haselnuss gefüllt. Es war sehr köstlich. Ein Italiener und eine Peruanerin setzten sich zu mir. Wir unterhielten uns, lachten und kamen am Ende zu dem Schluss, wie wunderschön es ist, dass drei verschiedene Nationen bei einer vierten zu Mittag essen.

Zagreb (Kroatien):

Nach der großartigen Stadt Ljubljana führte mich mein Weg nach Zagreb. Dort erlebte ich meine erste Polizeikontrolle. An der Grenze von Zagreb stieg die kroatische Polizei in den Zug ein. Sie öffneten meine Kabinentür und fragten mich nach meinen Dokumenten. Mein Reisepass wurde in eine Maschine gesteckt und kontrolliert. Sie sahen mein Visum nach Moskau und fragten mich, was ich dort gemacht habe. Ich antwortete höflich. Während ich antwortete, ging ein Polizist auf die Knie und schaute unter meinen Sitz. Dann unterhielten sich die Polizisten auf Kroatisch, bedankten sich sehr höflich und gingen weiter. Es war aufregend. Ich kam gut in Zagreb an und besuchte gleich am ersten Tag zwei Museen. Ich war in der "Muzej Prekinutih Veza - Museum of Broken Relationships". Es ist sicher Zagrebs emotionalstes Museum, und es ist keine Ausstellung im klassischen Sinne. Die Betreiber des Museums sind ein ehemaliges Ehepaar, deren Beziehung scheiterte. Sie kamen einst auf die Idee, Dinge auszustellen, die sinnbildlich für eine zerbrochene Beziehung stehen und forderten ihre Bekannten auf, ihnen entsprechende Gegenstände zur Verfügung zu stellen. So kann man zum Beispiel ein Handy oder einen Dildo sehen mit den folgenden Geschichten: Handy - “Es war 300 Tage zu lang. Er gab mir sein Handy, damit ich ihn nicht mehr anrufen kann.” Dildo - “Zuerst war ich verrückt nach ihm, doch mit der Zeit nur mehr verärgert und ich weiß nicht, was ich noch mit einer vibrierenden Replika seines Schwanzes anfangen soll.” Neben den lustigen Trennungsgeschichten sind auch einige traurige zu finden, wie diese, die neben einem weißen Hochzeitskleid stand: “Wir lernten uns 2014 über Freunde kennen und beschlossen 2015 zu heiraten. Wir verlobten uns. Sein größter Traum war eine Sommerhochzeit, so mussten wir noch ein Jahr warten. Wir wählten den 09.07.2016 als Hochzeitstag und begannen mit den Vorbereitungen. Eine Woche, bevor er starb, machten wir unser Fotoshooting für die Hochzeit. Er verließ seinen Arbeitsplatz am Flughafen am Abend des 28.06.2016 und wartete auf den Bus, als er in einen Terroranschlag geriet. Mein Brautkleid ist das Symbol für den Tag, der mich an ihn erinnern soll.” Der Eintritt in das Museum kostet 40 kroatische Kuna. Das zweite Museum, das ich besuchte, war das - Muzej Iluzija - Museum der Illusionen“. Kann ich meinen Augen trauen?, fragte ich mich. Nach einem Besuch in diesem Museum sicherlich nicht mehr. Die Ausstellung regt zum Mitmachen an und erklärt (auch auf Deutsch) auf spielerische Weise optische und andere Sinnestäuschungen. Ich hatte auch alleine Spaß, aber ich denke, wenn man als Gruppe dort ist, dann macht es noch mehr Spaß. Der Eintritt kostet für Erwachsene 50 kroatische Kuna. Am nächsten Tag besuchte ich den trg. Kraja Tomislava in Umjetnicki PaviljonKönig - Tomislav-Platz und Kunstpavillon“. Tomislav war der I. kroatische König. Das Denkmal steht dort seit 1930. Der Kunstpavillon wurde 1896 in seiner Grundstruktur in Budapest für die dortige Milleniumsausstellung errichtet und später in einer ingenieurstechnischen Meisterleistung zerlegt und nach Zagreb gebracht. Der Bau ist deswegen sehr besonders für die Stadt. Ich habe auch die Kathedrale besucht. Sie ist kleiner als der Kölner Dom, aber viel, viel weißer. Sie ist wunderschön. Schade, dass der Kölner Dom seine helle Farbe verloren hat. Die Kathedrale ist eine der größten Kirche in Zagreb und das höchste Gebäude Kroatiens. In diesem Gotteshaus gibt es heilige Messen für die Einwohner, deswegen darf man es nur zwischen Montag und Samstag um 7, 8, 9 und 18 Uhr besuchen. An einer heiligen Messe kann man teilnehmen, doch Fotografieren und Handynutzung sind natürlich verboten. Ich ging auch zum Botanischen Garten, doch leider hatte ich dort nicht viel Glück. Er machte, wie die Bären in Bern, Winterschlaf und ist bis zum 1. April geschlossen. Zuletzt besuchte ich das "Zagreb 80’s Museum". Nach dem Vorbild des Berliner DDR-Museums ist es ein liebevoll gestaltetes kleines Museum, das eine typische Zagreber Wohnung in der 1980er Jahren zeigt. Hier darf man alles anfassen, anziehen und ausprobieren und sogar einen alten Trabant fahren. Ein richtig tolles Mitmach-Museum. Der Eintritt kostet 40 Kuna. Zagreb ist sehr schön und kreativ, ich würde diese Stadt immer wieder besuchen.

Budapest (Ungarn):

Nach meiner Zagreber Reise folgte mein schönster Ort. Genau, das ist meine Heimat, Ungarn. Budapest mit seinem ausgeprägten Stil bietet sehr Vieles, wunderschöne Gebäude, spannende Museen, typisch ungarische Restaurants, nette Bars. Die Aufzählung könnte noch viel länger sein. Ich habe ein paar schöne Tage hier verbracht, traf mich mit meiner Familie und mit Freunden – Menschen, die meinem Herzen wichtig sind. Es war ein sehr schöner Aufenthalt.

Bratislava (Slowakei):

Mein letzter Ort war Bratislava. Ehrlich gesagt, es war wunderschön, aber ich war irgendwie super müde. Es dauerte ein bisschen, bis ich mich zusammengerissen und neue Energie gesammelt hatte. Geholfen haben etwas Sauna und ein leckeres Mittagessen. Ich besuchte die Bratislaver Burg, ca. 30 Minuten Fußweg vom Hauptbahnhof. Ursprünglich Herrensitz, heute Symbol Bratislavas und Sitz des Geschichtsmuseums. Von seinem 47 Meter hohen Kronenturm, in dem einst die Königlichen Kronjuwelen aufbewahrt wurden, bietet sich eine wunderschöne Aussicht. Der Eintritt ist frei, und auf jeden Fall ist die Burg einen Besuch wert. Ich habe auch die “Blaue Kirche - St. Elisabeth Kirche” besucht. Charakteristisch für die im Jugendstil gehaltene Kirche vom Beginn des 20. Jahrhunderts ist eben ihre blaue Farbe. Sie zeichnet sich aus durch eine detailliert ausgearbeitete Fassade. Innen ist die Kirche nicht anzuschauen, aber von außen ist sie ein echter Hingucker. Und wenn man schon in Bratislava ist, sollte man auf jeden Fall das “Slavin” besuchen. Es ist das größte Kriegsdenkmal in Mitteleuropa und mit einer Höhe von 52 Metern eine der Dominanten der Stadt. Hier liegen 6845 Sowjetsoldaten begraben, die bei der Befreiung Bratislavas während des zweiten Weltkriegs gefallen sind. Die Stadt ist auch voll mit schönen Altbaugebäuden, und an vielen Ecken findet man nette Cafés und kleine Bierlokale.

Reisefazit:

- 3267 Kilometer

- 18 Züge

- 9 Länder und 12 Städte

- 1 Tag, 18 Stunden und 17 Minuten Zugreisezeit

- Ein wunderbares Erlebnis, tolles Abenteuer, beste Erholung und viele neue Ideen.

 

DANKE Interrail!